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vokabeln

schwäbisch – deutsch


Substantive:

Bäbp = Klebstoff

Bäbper = Aufkleber, Sticker, Klebeetikett

Batsch = (Hand-)Schlag

Bebbeleskehl = Rosenkohl

Behne = Dachboden (von Bühne)

Blafo = Zimmerdecke (frz. plafond)

Breedla = Kekse/Weihnachtsgebäck

Breschdleng = Erdbeeren

Brockela/Brogala = Erbsen

Debbich = Decke (zum Zudecken) (von Teppich); selbst für Tischdecke gebräuchlich

Dreibla = Johannisbeeren (von „Träuble“ ? kleine Trauben)

Fuaß (Fiaß) = Bein(e), einschließlich der Füße

Gluf = Stecknadel, Sicherheitsnadel
(Glufâmichl = etwas trotteliger männlicher Mensch)

Grend = Kopf

Grommbira/Grommbierên = Kartoffeln – eigentlich Grund-Birnen,
auch Ebira/Äbbihra/Oibira (Erdbirnen) genannt (vgl. sächsisch „Abern“)

Gsälz = Marmelade

Guggê/Gugg/Guggl/Gschdaddl = eine Tüte aus Papier oder Kunststoff.

Häggr = Schluckauf

hee/heenich = kaputt

Hengala = Himbeeren

Hoggedse = Straßenfest (v. „da hocken sie“)

Holga = Bilder (v. Heiligenbilder)

Hoob = Hackmesser

Krattâ/Grädda = (kleiner) Korb

Källerätälle, was macht’s = wieviel Uhr ist es? (v. frz. Quelle heure est-il?)

Kanapee = Sofa (frz. canapé)

Kandel = Rinnstein

Meggl = Kopf

Muggaseggele = kleinstes schwäbisches Längenmaß
(entspricht der Größe des Fortpflanzungsorgans einer Fliege)

Poader = Kugel

Poadranuschter = Kugelkette

Quadden = Maikäferlarven

Schässlo = Sofa (frz. chaise longue)

Schranna = Biergarnitur

Suddrae = Keller (frz. sous-terrain)

Schietê(n) = großer Korb, meist Holztragekorb (von „schütten“ i. S. „ausleeren“)

Zibebâ = Rosinen

 

Verben:

bäbba = kleben

batschâ/badscha = klatschen, applaudieren oder auch schlagen.
I bätsch dir oine bedeutet auch „Ich schlage dich.“

beigâ(n) = stapeln (von der Beige, dem Stapel)

blecklâ = stürzen

bruddlâ = etwa „halblaut vor sich hin schimpfen“

driâlâ = sabbern, übertragen auch: trödeln

firbâ = fegen

gampâ = schwanken, schaukeln. Speziell auch das Hinundherbewegen der Beine.
Kann auch im Sitzen erfolgen.

hebâ = etwas halten, nicht heben! (vgl. lupfâ)

hudlâ = sich beeilen
(von „Huddel“, einem im Backhaus eingesetzten feuchten Lappen
zum Auswischen des Holzofens zur Entfernung der glühenden Kohlereste
vor dem Einsetzen der Brotlaibe; dieser durfte natürlich nicht verbrennen
und wurde dementsprechend schnell bewegt)

hurgla = kugeln

keiâ = werfen

losâ/losnâ = (hin-)hören

luaga = schauen (vgl. eng. look; ogle)

lupfâ = (hoch-)heben (vgl. eng. lift)

sauâ = rennen
(Im Schwäbischen darf der Trainer einem Spieler jederzeit ein „Sau!“ zurufen.
Dieser Zuruf ist keine Beleidigung, sondern eine Aufforderung zu höchster
Anstrengung beim Sprinten)

schbrengâ = (von springen), bedeutet jedoch rennen

wargla = drehen, wälzen; kugeln. Siehe auch hurgla

Adjektive/Adverbien:

hälenga = heimlich

gotzich = klein, einzig

pääp/b’häb = sehr nah, sehr knapp (auch: krumm)

schäbbs = schief

 

… Präpositionen:

nah/nabe = hinunter

nom/omme = hinüber

rom = herüber

uffe = hinauf